9. Tag

Flug Hanoi - Hue / Hue

Flaggenturm mit Mittagstor in der Kaiserstadt Hue goldener Drache Tempel

Halle der höchsten Harmonie Sonnenuntergang am Parfümfluss

die hitze hat uns wieder. wie unschwer zu erkennen, haben wir unseren flug heute morgen bekommen. der nachtzug hatte zwar ein paar minuten verspätung, aber auch hier sind die strassen um halb fünf morgens wie ausgestorben, also keine probleme mit dem verkehr.
nun sind wir in hue und werden hier die nächsten zwei tage verbringen, bevor es dann über den wolkenpass - natürliche grenze und wetterscheide zwischen nord- und südvietnam - nach hoi an geht.

8. Tag

Sa Pa / Nachtzug Lao Cai - Hanoi

Nebel

tja, gestern noch schönstes wetter gehabt und heute sieht man kaum die hand vor augen. da wir das sowieso nicht ändern können, nutzen wir die zeit um ein paar dinge zu erledigen - die weltreisenden nachbarn alex und andi sagen dazu orgatag. wir werden uns noch nach der ein oder anderen unterkunft umschauen, unsere rucksäcke mal ordentlich packen, essen gehen, über den markt bummeln und eine massage wird es bestimmt auch noch geben.
heute abend geht es dann wieder mit dem nachtzug zurück nach hanoi. wir freuen uns jetzt schon auf die nächtliche achterbahnfahrt. die schienen hier sind bestimmt noch aus dem vorherigen jahrhundert und lassen den schlafwagen nicht eine sekunde zur ruhe kommen. egal, das bett und die decke sind gemütlich und für uns ist ja um 4:20 die nacht auch schon wieder vorbei, geplante ankunft in hanoi. hoffentlich, denn um 6:40 geht unser flieger nach hue. da wir ca. 1 stunde zum flughafen brauchen gibt es wenig luft für verzögerungen. für den fall der fälle haben wir uns für ein flexibles businessclass ticket entschieden. die 14 euro mehr sind hier gut angelegt.

6. Tag

Hanoi / Nachtzug Hanoi - Lao Cai

Osttor zur Altstadt effektive Platzausnutzung

Garküche Ho Chi Minh Mausoleum

Hanoi Hilton -  Hoa Lo Gefängnis Konfuzius im Literaturtempel Literaturtempel

Bahnhof Hanoi Nachtzug SP7 nach Lao Cai

5. Tag

Hanoi

Altstadt Hanoi Schildkrötenturm - Thap Rua

mobile Küche Den Ngoc Son - Jadebergtempel Tor auf der Jadebergtempel Insel

Hoan Kiem See

4. Tag

Ho Chi Minh City / Flug Ho Chi Minh City - Hanoi

geordnetes Chaos Cuong - kleines Schreinhäuschen

Kulturpark altäglicher Wahnsinn auf den Strassen

nachdem wir jetzt den ersten kulturschock überwunden haben, sind wir gut in hanoi gelandet.

kulturschock nr. 1:
auf unserem transfer zum hostel in saigon wurden wir das erste mal mit ihm konfrontiert, dem vietnamesischem strassenverkehr.
unser erster kommentar war nur ein erschrokenes “ooooohhhh”, welches der taxifahrer mit einem lächeln kommentierte. wir waren wohl nicht die ersten geschockten europäer.
was einem anfangs wie ein einziges chaos erscheint, folgt aber dich seinen eigenen regeln, wie man nach einigen beobachtungen bzw. selbsterfahrungen als fussgänger feststellen kann.
rote ampeln z.b. sind nicht gleichbedeutend halten, speziell die mopedfahrer, die rechts abbiegen wollen. es gilt generell für alle verkehrsteilnehmer, losfahren bzw. gehen, wenn kein anderer fährt. ständig hupen sollte man ebenfalls, ob man einfach nur damit sagen will “ich bin da” oder man hupt wie wild und zieht zum linksabbiegen einfach mal rüber. das prinzip ist wer zögert hat verloren. dies gilt besonders für fussgänger. aber wie ihr seht, haben wir es bisher gut überstanden!!!
der vietnamese erledigt alles auf der strasse: geschäfte, kochen, essen, schlafen, lesen, reden, mopeds reparieren, arbeiten etc. daher bleibt einem als fussgänger oft nur die strasse, um seinen weg zu gehen. die bürgersteige sind einfach nur vollgestellt mit mopeds, garküchen, waren jeglicher art.
neben der leidenschaft für glückslose kann man alles auf der strasse kaufen: schweinefüsse, die bei 30 grad stundenlang in der sonne liegen, suppen, jegliche frittierte tiere, kokosnuss, backwaren, würmer etc. ein wahres schlaraffenland für den asiatischen magen. wir europäer sind, glaube ich, nicht hart genug dafür. bisher haben wir es, trotz mancher verführerischen gerüche, jedenfalls noch nicht gewagt.

das führt auch schon zum kulturschock nr. 2:
trotz harter vorbereitung (in den letzten 2 monaten bestimmt 10x vietnamesisch bestellt in köln) ist das essen doch sehr experimentell. mal schmeckt es sehr gut und mal tut es das nicht. es ist schon ein bisschen wie glücksspiel. aber für 2-3€ pro gericht ist das recht leicht finanziell zu verschmerzen. aber die suche nach einem neuen restaurant ist doch immer wieder schwierig. bislang ist unsere quote garnicht so übel und wir werden von tag zu tag besser. unsere derzeitige quote ist ungefähr 3 gute und 1 schlechte wahl. es schmeckt halt doch recht ungewohnt. doch dass wir verhungern oder vom fleisch fallen ist eher unwahrscheinlich.

kulturschock nr. 3:
es ist eigentlich kein richtiger schock, denn wir sind jetzt mehrfache millionäre.
trotz des geringen wertes der vietnamesischen dongs versuchen wir seit 4 tagen unsere erste million durch zu bringen. wir haben es jetzt aber fast geschafft.
die kleinsten scheine, die wir zu sehen bekommen haben waren 500 dong, umgerechnet ca. 0,02€. eine hauptmahlzeit kostet zwischen 50.000 und 75.000 dong. beliebte scheine im alltäglichen zahlungsverkehr sind zwischen 2.000 und 100.000 dong. wir haben also ein dickes bündel geld in der tasche und brauchen eine halbe ewigkeit zum abzählen. aber wie gesagt, wir haben die millionen in der tasche.

kulturschock nr. 4:
trotz vieler europäischer, amerikanischer und australischer touristen werden wir immer wieder lächelnd angesehen und vietnamesische kinder laufen auf uns zu. erst nach einiger ist uns aufgefallen: wir sind hier (immer noch) exoten. vietnamesen wollten sich mit uns fotografieren lassen, halbstarke jugendliche rufen uns hinterher, kleine kinder laufen immer wieder zu uns hin und einmal wurden wir am arm angefasst. wahrscheinlich wollten sie zu hause erzählen “heute habe ich eine weiße frau angefasst”. aber glücklicherweise sind das bisher nur nette begegnungen gewesen. teilweise ist es sogar sehr lustig, wir finden unseren gegenüber exotisch bei für ihn alltäglichen verrichtungen und sie finden uns exotisch, bei dem was wir sightseeing nennen.